Dom i Thema Danicums hjælpematturnering 1997 (fra TD 101) v/ Vladislav Bunka (CZ) Tilbage til forsiden

af Int. dommer: Vladislav Bunka (CZ)

Mit der Vergnügung habe ich das Angebot angenommen, als Schiedsrichter in diesem Problemwettbewerb THEMA DANICUM 1997 zu wirken. Das Turnier wurde mit 44 Kompositionen beschickt, von denen fast eine Hälfte vorzügliches Niveau erreichte. Deshalb stand ich vor einer anspruchsvollen Rolle, die beste Auswahl und genaue Reihenfolge festzustellen. Vor allen entbehrte ich leider von den Autoren originelle Sendungen mit ihren Anmerkungen, die für den Schiedsrichter zur Hand nötig sind. Bei der Beurteilung der Probleme wurden meine eigene Kriterien angewandt, und zwar mit der völligen Verantwortlichkeit. Die erwähnten Kriterien waren:

  1. Die Originalität der Idee.
  2. Witzige Einfälle.
  3. Ökonomie des Materials.
  4. Der Gesamteindruck des Problems.
Endlich habe ich diese Reihenfolge festgestellt:

7163: C. J. Feather (GB)
1. Pr. Thema Danicum 1997
H#2 2.1.1.1 C+ 5+11


Die wertvolleste Aufgabe des Wettbewerbs. Gegenseitige Mitarbeit von Weiss und Schwarz ist meisterhaft gelöst. Überdeckung der Spalten und Diagonalen mit der Fesselung schw. D ist vollkommen verarbeitet. Fortschreitend erzwungene Beseitigung schw. Sa7 und schw. Be7 mit wT stellt das Mattbild fest. Ökonomische Verarbeitung und lebhaftes Spiel - das ist Vorzug dieser Aufgabe.

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6914: György Bakcsi & László Zoltán (H)
2. Pr. Thema Danicum 1997
H#4 B: Kd1->g4 C+ 6+12


Wunderbare vierzügige Leistung zweier Riesen des Problemschachs. Einseitige Züge des wL in beiden Stellungen wirken auf logische Weise. Die letzten Bauernzüge zum Mattende sind "rein". Schwierigkeit dieser Komposition stellt eine wirklich schöne Schau dar. Die Stellung "B" ist eine Kompositions-überraschung betreffs der Stellung des schw. K

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7002: Hilding Fröberg (+)
3. Pr. Thema Danicum 1997
H#2 B: Lg4->f1
C: Sb2->c3
D: Sd6->d5
C+ 6+12


Eine sehr komplizierte Zusammensetzung, die mit Mustermatts und Fesselung endet. Die Gesamtkonstruktion dieses "Vierlings" verdient bestimmt grosse Aufmerksamkeit. Ökonomisch gut verarbeitet.

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7001: C. J. Feather (GB)
4. Pr. Thema Danicum 1997
H#2 2.1.1.1
B: Td2<->Kd6
C+ 4+9


Ein origineller "Zwilling" mit den übereinstimmenden Zügen in der Lösung von Weiss. Echomatts in einer Stellung werden durch den wB g4 ein wenig verdorben; das war auch die Ursache der niedrigeren Bewertung. Sonst verdient der Autor Glückwünsche!

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7006: Toma Garai (USA).
5. Pr. Thema Danicum 1997
H#3 B: sBc3 C+ 7+7


Ein "Zwilling" von hoher Logik. Hier findet man übereinstimmende Abspiele des schw. K und Fesselungsmatts des schw. S. Sehr schön; desto gibt es gewiss bessere Kompositionen aus der Werkstatt dieses Meisters.

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6908: Fadil Abdurahmanovic (B-H).
1. HO Thema Danicum 1997
H#2 2.1.1.1 C+ 6+9


Fortschreitende Linienöffnung T/S verursacht zwei Mustermatts mit der genauen Ausmessung des wS in einzelnen Stellungen. Dieses Meisterstück entbehrt den Preis, daran ist der wB f5 schuldig. Sonst perfekt!

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2. HO 7005: Klaus Funk & Erwin Masanek (D). Kh1 Lg1 Lg2 Bb2 Bf2 - Ke6 Lb4 Lf5. H#3 B: Lg1->h2 C+ 5+3.
Stöckiges Echo im Zwilling und zwei Mustermatts in der Mitte des Schachbretts verdienen Bewunderung. Die Aufgabe hat keinen Vorgänger; schöne Glückwünsche zum gemeinsamen Werk! Sehr geschmackvoll, anmutig.
1. Ld6 f3, 2. Kd5 b3, 3. Le6 f4#; 1. Le7 f4, 2. Kd6 b4, 3. Ld7 f5#.

3. HO 7009: Gàbor Cseh (H). Kg1 Lc1 Ba5 Bb2 Bd2 Be7 Bf4 Bf6 Bf7 Bh4 - Ke2 Te1 Ld1 Sf1 Ba6 Bb5 Bc2 Bd3 Bf3 Bg2 Bg3 Bh3. H#8 C+ 10+12.
Dreifache "Überwandlung" in den wL stellt eine genügende Fülle zur Verarbeitung dieses Themas. Das längste Hilfsmatt im Wettbewerb verdient bestimmt grosse Aufmerksamkeit und dabei die Lebensberechtigung.
1. b4 e8L, 2. b3 Lb5, 3. axb5 f8L, 4. b4 Lc5, 5. f2+ Lxf2, 6. Kf3 f7, 7. Te8 fxe8L, 8. Ke2 Lh5#. 1. - f8S, 2. b4 Se6, 3. b3 Sd4#.

4. HO 7096: Árpád Molnár (H). Kg8 Lc8 Lg5 Sc4 Bb5 Bd3 Bf5 Bh2 Bh4 - Kd5 Ta8 Tg2 Lb3 Ba6 Bc2 Bc7 Bf2 Bf6 Bh3 Bh5. H#2 B: Kd5->g4 C: Kd5->d8 C+ 9+11.
Zyklus AB-BC-CA in den Zügen von Schwarz und harmonisch wirkende Zwillinge. Ein sehr schwieriges Thema. Es gibt hier aber die diagonale Symmetrie.
A: 1. Txh2 Le3, 2. Ta7 Le6#; B: 1. Ta7 Lb7, 2. La4 Se3#; C: 1. La4 Sd6, 2. Txh2 Lxf6#.

5. HO 7095: Toma Garai (USA). Kd1 Tf3 Le2 Bg3 - Kg4 Dd6 Tb2 Th1 Ld3 Le1 Bb3 Bg5 Bh3 Bh4. H#2 B: Le1=sSe1 C+ 4+10.
Angenehme Überraschung in beider Stellungen; hier findet man die Blockierung mit schw. L. Mit dem frischen Eindruck wirken die einstimmigen Schlüsselzüge mit dem Schachangebot und weiter auch Abzüge des wT, der die Schachangebote verhindern muss. Schön!
A: 1. Lc2+ Kc1, 2. Lxg3+ Tf1#; B: 1. Sc2+ Kd2, 2. Lf5+ Td3#.

1. RO 7008: Andrey Zhuraviev (RUS). Ka2 Tc2 Lg3 Ba4 - Kd4 Dh2 Tc1 Tc3 Lf4 Sb1 Sf1 Bc6 Be4 Be6 Bf5. H#3 B: Ba4->c4 C+ 4+11.
Die Gesamtkonstruktion der Aufgabe und der gegenseitige Austausch der weissen Stellung auf den kritischen Feldern sind sehr gut gelöst. Mattwechsel auf dem Felde "d4" T/L wird in der Stellung "B" vorgeführt.
A: 1. Tc5 Td2+ (Lf2?), 2. Kc4 Lf2, 3. Tc3 Td4#; B: 1. Ld6 Lf2+ (Td2?), 2. Ke5 Td2, 3. Df4 Ld4#.

2. RO 7097: Franz Pachl (D). Ka3 Dc2 Tb1 Te5 Lc6 Sd7 - Kd6 Sb2 Sd3 Bb5 Bc3 Bd4 Be4 Be6 Bf3 Bf4. H#2 B: Sd7->e7 C+ 6+10.
Ein bekanntes Thema mit der ausgenützten Fesselung des schw. S im Mattende. Das Mattbild mit der Dame ist leider kein Mustermatt.
A: 1. Kxc6 Txb5, 2. Kxb5 Da4#; B: 1. Kxe5 Lxe4, 2. Kxe4 Te1#.

3. RO 6910: Toma Garai (USA). Kh3 Db4 Lb5 Sf4 - Kd6 Df7 Tc5 Te7 Lc6 Lg1 Sa5 Sd8 Bb7 Bf5 Bf6. H#2 B: a1=h1 C+ 4+11.
Reine Mustermatts mit Hilfe der Umdrehung des Schachbretts löst Weiss durchs Opfer der eigenen Figur in beiden Stellungen. Anmutig!
A: 1. Ld7 Lc6, 2. bxc6 Db8#. B: 1. Ld4 Sc5, 2. dxc5 De6#.

4. RO 7007. Christer Jonsson (S). Kd1 Sa6 Sh5 Bc6 Bg4 - Ke6 Da5 Tg3 Lb5 Lh2 Bf7. H#3 2.1.1... C+ 5+6.
Zwei verschiedene Abspiele, die mit Mustermatts enden. Das wird durch eine vorbereitete Batterie ermöglicht.
1. Te3 Sb4, 2. Ld6 Sd5, 3. Te5 Sf4#; 1. Lc4 c7, 2. De5 c8S, 3. Ld5 Sc5#.

5. RO 7165: J.M. Kapros & J.J. Lois (RA). Kb1 Db4 Tb5 Td7 Lc3 Bf3 - Ke6 Dd6 Ta4 Tf5 Lc8 Lf8 Sa2 Sb3 Bc4 Bc6 Be7 Bf4 Bf6 Bg6 Bg7. H#2 B: Ke6<->Bf4 C+ 6+15.
Die einzige gemeinsame Arbeit, die durch Austausch der schwarzen Figuren zwei interessante Matts vorbereitet. Die Mattbilder sind zwar "nicht rein", sie enden mit der Fesselung der schw. D.
A: 1. Dc5 Le5!, 2. Kxe5 De1#; B: 1. Dd4 Te5!, 2. Kxe5 Db8#.

6. RO 7169. V. Tchepijnyi (RUS). Kf8 Lf3 Sb2 Se7 Bd2 Bg2 - Ke5 Da1 Te1 Le3 Sh6 Bg3. H#2 2.1.1.1 C+ 6+6.
Die Züge des Schwarzen beeinflussen den weissen König, wie er ziehen soll.
1. Lg5 Ke8, 2. Kf4 Sd3#; 1. Lc5 Kg7, 2. Kd4 Sc6#.

7. RO 7094. V. Barsukov & E. Fomichev (RUS). Kg2 Df2 Tc2 Be4 - Kc5 Dc4 Ta6 Td2 Ld4 Se7 Bb4 Bb5 Bd6 Be5 Bf4. H#2 2.1.1.1 C+ 4+11.
Die Rückkehr der weissen Figuren.
1. Tb6 Txd2, 2. Dc2 Txc2#; 1. Tc6 Dxd2, 2. Lf2 Dxf2#.

8. RO 7101: Harald Grubert (D). Kh4 Tg4 Le5 Bb5 - Kc5 Dd1 Tf3 Tf4 Sb6 Sd6 Ba6 Bg6. H#3 B: Dd1->f7 C+ 4+8.
Echomatts auf der fünften Reihe.
A: 1. Tb4 Tc4+, 2. Kxb5 Ld4, 3. Da4 Tc5#; B: 1. Td4 Te4, 2. Dc4 Lf4, 3. Kd5 Te5#.

Wir danken herzlich Vladimir Bunka für seine grosse Hilfe als Schiedsrichter.

Spærrefrist: 1. april 2001