Dom i Thema Danicums hjælpematturnering 2002 (fra TD 118) v/ Günter Büsing (Tyskland) Tilbage til forsiden

Teilnehmende Aufgaben:

Am Turnier nahmen 69 Aufgaben teil, die recht gleichmäßig verteilt waren: 25 h#2, 24 h#3, 20 h#n. Die Qualität der Aufgaben war zufriedenstellend, aber das Fehlen von ausgesprochenen Spitzenaufgaben machte die Auswahl für den Preisbericht nicht einfach. Zunächst eine Bemerkung zu einigen nicht ausgezeichneten Problemen:
[Der Web-master, der von die Beschränkungen eines physischen Magazins nicht begränzt ist, hat Diagramme und Lösungen für diese Probleme eingesetzt. Aber diese Sektion ist am Ende des Preisberichts plaziert werden. Siehe hier
Auch für die Vergleichsaufgaben sind Diagramme eingesetzt.]

Diagram 8856
Christer Jonsson (SE)
1. Pr., Thema Danicum 2002
Tilegnet Jan Mortensen 70 år
h#3.5 2.1.1... C+ 3+7

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Die Mattfelder sind durch je einen sL und sS gedeckt, beide werden von W geschlagen. Der erste Schlag ist gekoppelt mit einer Bahnung für den sL - und es stellt sich die Frage, ob das Schlagen nicht strategisch etwas grob ist, denn allein die Bahnung scheint schon die langen wL-Züge zu erfordern; es wäre also nur nötig, Umwege (z.B. via h3/h4) auszuschließen. Bei näherem Hinsehen zeigt sich aber, dass dies nicht klappen kann, da die wLL gegen den schon am Rand stehenden sK viele Matts parat haben. Somit ergibt sich, dass die sSS letztendlich nur zwei NL-Verhinderer sind, die so außerordentlich geschickt aufgestellt sind, dass der Löser glauben könnte, sie seien thematisch bedingt. - Je länger ich mich mit dieser Aufgabe beschäftigte, desto weiter kam sie nach vorne und wurde schließlich mein klarer Turniersieger.

Diagram 9630
Waleri Gurow
Idee & Form 2000
h#3 2.1.1... C+ 3+8

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In Waleri Gurows Vergleichsaufgabe (P0583044), die einen Halbzug kürzer ist und dafür einen Stein mehr benötigt, setzt der bahnende wL matt, nachdem sein sPartner die Diagonale verlassen hat; hier ist der jeweils andere wL Mattfigur, und deshalb wird auch der zweite sL mit in die Lösungen einbezogen.

Diagram 8847
Zoran Janev (MK)
2. Pr., Thema Danicum 2002
h#2 B: Bg6 -> c4 C+ 7+8



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Wegen Zugnot gibt W mittels Opfer die Kontrolle eines zunächst doppelt gedeckten Feldes komplett auf. Sie wird durch einen sBlock, der gleichzeitig dualvermeidend eine sLinie verstellt, ersetzt. Das ist überraschend und wirkt spritzig.

Diagram 8617
Zivko Janevski (MK)
3. Pr., Thema Danicum 2002
H#2 4.1.1.1.1 C+ 7+5



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Es gibt zwei Lösungspaare - ein Hauch von TF! -, in beiden wird der sK jeweils auf d4/d5 mattgesetzt. Im ersten Paar wechselt die sD die Verstellungslinie; die von ihr geöffnete Linie wird mittels weißem Grimshaw auf e5 sofort wieder zugemacht, damit der sK sein Mattfeld erreichen kann. Im anderen Paar mit nicht so prägnantem Spiel (einmal Linienöffnung, das anderemal Block) gibt W die Deckung der Mattfelder vorübergehend selbst auf (einmal wL-Switchback, das anderemal Bewegung beider wTT). Recht interessantes, aber nicht ganz einheitliches Geschehen..

Diagram 8787
Christer Jonsson & Rolf Wiehagen (SE+DE)
1. HO, Thema Danicum 2002
H#5 B: Bd2 -> h2 C+ 2+8

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Es ist ganz amusant, dass der wS, der am oberen Brettrand benötigt wird, im 2. Zug noch einmal auf der eigenen Grundreihe ausputzen muss. Der präventive Schachschutz im Schlüssel von B ist naturlich interessanter als der lediglich ein Feld räumende in A.
Diagram 9631
Charles M. Fox
Essener Anzeiger 1931
H#5 C+ 4+10

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Die Vergleichsaufgabe (P0510365) zeigt zwei konsekutive Schachparaden durch einen wS, steht der Originalität der 8787 aber natürlich nicht entgegen.


Diagram 8775
Abdelaziz Onkoud (MA)
2. HO, Thema Danicum 2002
H#2 2.1.1.1 C+ 6+9

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Zilahi, wobei der sK zweizügig zum Schlag gegen den Mattstein der jeweils anderen Phase ausholt. Ein wS entfesselt jeweils den mattsetzenden Stein. Ein Vergleich mit dem ebenfalls in diesem Turnier konkurrierenden h#3 8708 bietet sich hier an: auch dort schlägt der sK zwei wSteine, von denen er 2 Schritte entfernt steht. Im Dreizüger wird der sKMarsch vorbereitet von einem den Weg freimachenden Schlagschlüssel, das Ganze ist gekoppelt mit reziprokem wBatterieaufbau, wobei noch ein wVerlegenheitsszug hinzukommt. 8775 macht dagegen bei Beschränkung auf 2 Züge einen viel dichteren Eindruck. Dazu trägt auch die Verschränkung der Lösungen via Zilahi bei - hier ist er formales Element einer Komposition, nicht deren einziges Thema.
Diagram 8708
Abdelaziz Onkoud (MA)
Thema Danicum 2002
Tilegnet Holger Helledie 50 år
H#3 B: Be6 -> d5 C+ 8+7

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Diagram 8625
Fadil Abdurahmanovic (BA)
3. HO, Thema Danicum 2002
H#5 C+ 6+4



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Ein sehr elegantes, schwereloses und ganz überraschendes T-Pendel. Stunde der sB schon auf e5, dann ginge es mit dem Tempozug 1 Kh7 los - oder mit 1 Kh8, falls man den sK dann nach h7 stellte -, und jede Partei zöge dann nur mit jeweils einem Stein. Der Autor hat sich statt dessen entschieden, einen Rest von Rätselcharakter für den Löser beizubehalten, und ich stimme ihm darin zu, denn so ist die Stellung attraktiver als mit einer total blockierten Bauernstellung.

Lobe ohne Rangfolge
erhalten die folgenden Aufgaben (hier nach Publikationsreihenfolge genannt)

Diagram 8697
Vladislav Bunka (CZ)
RO, Thema Danicum 2002
H#2 4.1.1.1 C+ 3+11



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K-Stern, S-"Kreuz", dazu ein D-Trapez (wenn man das D-Ausgangsfeld mitrechnet). Wieder ein TF-Hilfsmatt: 2 Lösungspaare mit verschiedenen Matts, dabei jeweils um 2 Linien verschobene Echomatts.

Diagram 8704
Toma Garai (US)
RO, Thema Danicum 2002
H#3 2.1.1... C+ 7+13



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Hier geht es handfest zur Sache: Beidemal werden beide sBB entfernt, um e2 von a6 aus zu decken. Dass dies auch noch ein Zilahi ist, geht bei der Massenschlägerei fast unter.

Diagram 8715
Ion Murarasu (RO)
RO, Thema Danicum 2002
H#7 C+ 2+3

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Eindrucksvoller geradliniger K-Marsch, wobei der sS zweimal durch Verstellung der sD Geleitschutz geben muss. Die Matts sind natürlich bekannt, ebenso KMärsche; siehe das Vergleichsbeispiel.
Diagram 9632
Gyula Neukomm
Magyar Sakkvilág 1945
H#7 C+ 2+3

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Gegenüber dieser alten Aufgabe ist hier hervorzuheben, dass der wK geradlinig die gesamte Diagonale h2-b8 entlangmarschiert und dass das sFigurenspiel viel interessanter ist: bei Neukomm konzentriert sich das Geschehen ganz auf den effektvollen Schlüssel Dc1, hier gibt es dagegen nach einem überraschend eindeutigen SManöver zweimal S/D-Verstellungen, um dem wK seine Bahn ungestört ziehen zu lassen. Das ist auch heute noch ein Lob wert!

Diagram 8769
Michal Dragoun (CZ)
RO, Thema Danicum 2002
H#2 B: Lh5 -> h6 C+ 6+13



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Blockwechsel auf d4/f4 sowie BlockAuswahl auf d5, dort mit durch Liniensperre begrundeter Dualvermeidung. Hinzu kommt noch ein Zilahi, aber leider wird in der Zwillingsbildung ein Zilahi-Themastein versetzt. Schwierig zu losen - ich vermutete lange, dass der wSf7 ziehen musste.

Diagram 8850
Franz Pachl (DE)
RO, Thema Danicum 2002
H#2 2.1.1.1 C+ 7+11



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Schwarz öffnet im Voraus maskierte zukünftige D-Deckungslinien auf die Felder g4 bzw. e5. Daher können im Mattzug die diese Felder ursprunglich deckenden T/L verstellt werden. Das ist dann wohl eine Anti-Lewmann-Darstellung im Hilfsmatt. Es bleibt abzuwarten, wie weit direkte 2#-Thematik neuen Schwung ins Hilfsmatt bringen kann - zunächst ist hier eine recht geballte Materialfülle auf den Reihen 2 und 3 zu beobachten.

Diagram 8854
Toma Garai (US)
RO, Thema Danicum 2002
Tilegnet Jan Mortensen 70 år
H#3 2.1.1... C+ 4+4



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Blockwechsel der sTT, dazu Funktionswechsel der entfesselten wFiguren; gut, locker-leicht hingestellt.

International Judge of FIDE

Günter Büsing

Die Redaktion dankt dem Richter herzlich für seine große Hilfe.

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[Hier ist das "fehlplazierte" Sektion mit einige nicht ausgezeichnete Problemen.]

Diagram 8700
Mario Parrinello (IT)
H#2 2.1.1... C+ 8+10

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Ist recht aufwändig und wirkt durch das Schlagen des wDeckungssteins und auch durch die zur Freilegung des Lb8-Diagonalen nötige Umwandlung etwas unschön. Wieviel eleganter ist dagegen z.B. Bakcsis Darstellung P0544765 (=PDB-ID-Nummer) mit vergleichbarem Thema.
Diagram P0544765
György Bakcsi (HU)
H#2 B: Sa4 -> a3 C+ 7+3

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Diagram 8701
Andreas Schönholzer (CH)
H#2 B: Sh7 -> b3 C+ 6+11

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Eine recht konventionelle Fesselungsgeschichte, die hier mit erheblichem Aufwand dargestellt wird. Vergleiche P0547859 (Moutecidis), P0580448 (Petkov) oder P0557657 (Abdurahmanovic), die zwar alle nur einfache Fesselungsmatts, dafür aber zusätzliche wVerstellungen zeigen und demonstrieren, wie viel elegantere Darstellungen dann möglich sind.
Diagram P0547859
Pavlos N. Moutecidis (GR)
Tidskrift för Schack 03/1980
H#2 2.1.1... C+ 6+5

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Diagram P0580448
Petko Petkov (GR)
Gazeta Czestochowska 1979
H#2 B: Bc2 -> d2 C+ 6+5

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Diagram P0557657
Fadil Abdurahmanovic (BA)
Schach-Echo 05/1978
H#2 2.1.1... C+ 6+4

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Diagram 8705
Unto Heinonen (FI)
H#2 B: Sc6 -> c5
C. Dd7 -> c2
D: Bd6 -> e5
C+ 2 . 15


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Das Thema des 5. WCCT wird hier mit AUW kombiniert und als Minimal dargestellt. Aber das ganze kommt mir eher als Kraftakt denn als Kunstwerk vor; insbesondere C ist sehr unschön.